Eine besondere Ehrung für uns:

Die Verleihung des "Kalle-Riegler-Preises" an  aktHivplus

Der "Kalle-Riegler-Preis"


Karl-Heinz, „Kalle“ Riegler hatte seit 1994 über viele Jahre als Vorstand die Aidshilfe Heidelberg maßgeblich geprägt und galt als das „Gesicht“ der AH-HD.  Kalle Riegler starb am 04.03.2026.
Kalle hat u.a. sehr aktiv gegen jede Form von Diskriminierung von Menschen mit HIV und Aids gekämpft. Als sein Vermächtnis wurde der „Kalle-Riegler-Preis“ ins Leben gerufen der den besonderen Einsatz von Ehrenamtlichen für Personen mit HIV und Aids würdigt. 

 



Am 13. Juni 2026 erhält aktHivplus e.V. im Rahmen der Aids-Gala in Heidelberg

den 1ten "Kalle-Riegler-Preis".


Der Preis wurde uns von Dieter Riegler gemeinsam mit Frau Dr. Franziska Brantner überreicht, Abgeordnete im Bundestag und Bundesvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen. In ihrer bewegenden Laudatio machte sie klar, dass die Ausgrenzung in den 1980er Jahren, die Überlegung, Betroffene zu „konzentrieren“, ein unsäglicher Vorschlag war, und es mache sie auch heute sprachlos, dass Trump -selbst einer der reichsten Männer der Welt- weltweite Mittel für den Kampf gegen HIV einfriere.


Zur Übergabe hielt unsere Vorständin Bina eine Rede. Sie betonte, dass wir von aktHivplus uns sehr geehrt fühlten, den Kalle- Riegler-Preis als Erste zu erhalten, diese Ehre gebühre großteils auch Oliver Trautwein, unserem Gründervater, sowie auch den anderen Gründungsmitgliedern.
Es sei zwar so, dass HIV heute seinen Schrecken in medizinischer Hinsicht verloren habe, sich die Menschen aber aus Angst vor Diskriminierung und Stigmatisierung immer noch zurückzögen und es oft auch in den eigenen Familien verschweigen würden. HIV sei immer noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Deshalb kämen unsere Teilnehmer zu den Treffen, sie fänden u.a. den direkten Austausch untereinander, dürften bei uns sein so wie sie sind, erhielten u.a. Tipps zu Nebenwirkungen, zur Bewältigung schwieriger Lebenssituationen, Informationen und Workshops zum neuesten medizinischen Stand. Die dreitägigen Treffen seien so viel mehr als die paar Minuten alle drei Monate beim Schwerpunktarzt. Die Teilnehmer fühlten sich „… wie nach Hause kommen. Wie Wahlfamilie."

Unser Verein habe einen sehr besonderen „Safe Space“ für HIV-positive Menschen geschaffen -gerade wenn der Rechtsruck uns Angst mache und Vorurteile wieder lauter würden- es sei wunderbar, dass die Verleihung des „Kalle-Riegler-Preises“ unseren ehrenamtlichen Einsatz für Menschen mit HIV  anerkenne.

Bina schloss ihre Rede mit der Feststellung, dass aktHivplus in Zeiten von Etat- und Leistungskürzungen dringend weiterhin auf Fördermittel angewiesen sei und dem dringenden Apell an die Politik unsere finanzielle Förderung aufrecht zu erhalten, als Investition in die Zukunft, in Aufklärung und letztendlich in Menschenwürde.